Mensch Alter - bevor ich das nachher vergesse - bevor ich also wieder hochscrolle bzw. zurückklicke: Vielen Dank für diese mE spannend gestaltete Buchvorstellung!
Toll gemacht![]()
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Heute möchte ich gerne auf ein Buch hinweisen, daß sich nicht in erster Linie an Freimaurer oder Sucher richtet.
Es handelt sich um ein Buch, daß so mancher begrüßen wird, den die Thematik interessiert.
Geschrieben wurde es von Franz Carl Endres 1878-1954, einem deutschen Historiker, Schriftsteller und Freimaurer.
Zur Person von Herrn Endres findet sich ein Artikel bei Wiki. Außerdem gibt es im Net noch eine eigene Seite.
Bei Freimaurern und Suchenden ist Herr Endres vor allem durch folgende Titel bekannt:
Symbolik von Goethes Faust
Wege zum Glück
Novellen der Wanderschaft
Philosophie des Alltags
Ein Leben der Liebe (Roman)
Der Weg im Unbekannten
Von den Grenzen unserer Erkenntnis
Sittliche Grundlagen menschlicher Beziehungen
Der Augenblick ist Ewigkeit
Alte Geheimnisse um Leben und Tod
Das Leben soll Liebe sein
Die Viertelstunde des Nachdenkens
Tag des Lebens
Ethik des Alltags
Selbsterkenntnis und Selbsterziehung
Kultur im Alltag
Der Mensch im Banne seiner Schwächen
Land der Träume
Die großen Religionen Asiens
Goethe und die Freimaurer
Die Symbolik des Freimaurers
Weniger bekannt ist sein Buch:
" Das Mysterium der Zahl "
Zahlensymbolik im Kulturvergleich
Von Franz Carl Endres und Annemarie Schimmel
Diederichs Gelbe Reihe Weltkulturen (Taschenbuch)
Sonderausgabe 1998
herausgegeben von Michael Günther
343 Seiten - 8 Bildtafeln - 101 Abbildungen im Text.
Der Klappentext verrät :
"...Diese neue Symbolkunde baut sich in der Reihenfolge der Zahlen auf, eine jede differenziert nach Kulturbereichen. Ein Entdeckungsbuch, spannend und kurzweilig, zudem ein verläßlicher Führer auf verschlungenen Pfaden: Zahlen-Enzyklopädie."
Zum Inhalt:
"Vorwort - Einleitung
Zahl und Zahlsysteme
Das Erbe der Pythagoräer
Gnosis und Kabbala
Islamische Mystik
Mittelalterliche und barocke Zahlensymbolik
Zahlenaberglaube
Zahlenspielereien und magische Quadrate
Kleines Lexikon der Zahlen
Eins: Zahl des Urgrundes
Zwei: Polarität oder Entzweiung
Drei: Die umfassende Synthese
Vier: Die materielle Ordnungszahl
Fünf: Die Zahl des Lebendigen
Sechs: Die vollkommene Welt-Zahl
Sieben: Die Säulen der Weisheit
Acht: Die glückhafte Acht
Neun: Die potenzierte heilige Drei
Zehn: Das abgerundete Ganze
Elf: Die stumme Zahl
Zwölf: Der geschlossene Kreis
Dreizehn: Unglücks- oder Glückszahl
Vierzehn: Zahl der Nothelfer
Fünfzehn: Eine kleine Mondzahl
Sechzehn: Symbol der Ganzheit
Siebzehn: Zahl des Überwindens
Achtzehn: Die zweifache Neun
Neunzehn: Die metonische Zykluszahl
Zwanzig: Die alte Zählgrenze
Einundzwanzig: Perfektion
Zweiundzwanzig: Das hebräische Alphabet
Zweiundzwanzig bis Vierzig
Vierzig: Vorbereitung und Vollendung
Zweiundvierzig bis Sechsundsechzig
Siebzig und Zweiundsiebzig: Reiche Fülle
Bis zum zehntausendfachen Glück
Anhang
Anmerkungen
Literatur zur Zahlensymbolik
Bildnachweis
Erklärung der Bildtafeln
Namen- und Sachregister"
Ob es zu diesem Thema Besseres gibt, kann ich nicht sagen. Das es sehr viel Schlechteres gibt, ist gewiss.
Man hat hier ein erschwingliches Werk, das einen guten Überblick verschafft, außerdem interessant und übersichtlich geschrieben ist. An manchen Stellen hat es mich staunen lassen .( Z.B. wenn ich, dank des Buches, auf einem Kunstwerk abgebildete Zahlen entdecken konnte, die ich ohne Hilfe nie als solche erkannt hätte.)
Hier noch ein anderes Buch daß mir in letzter Zeit viel Freude bereitet hat und , wie ich finde, für Freimaurer und Nicht-Freimaurer gleichermaßen geeignet ist:
WEISHEIT STÄRKE SCHÖNHEIT
Deutschsprachige Dichter und Denker des 20. Jahrhunderts zur Freimaurerei
Herausgegeben von Rolf Appel und Jens Oberheide
Akademische Druck-u. Verlagsanstalt Graz / Austria
Mit für meinen Geschmack sehr besonderen Zeichnungen von Jo Gattières.
Um auf den Geschmack zu kommen hier ein Zitat von Christian Morgenstern
" Alle Geheimnisse dieses Männerbundes liegen in vollkommener Offenheit vor uns.
Nur - wir stoßen uns gegen sie ab, vom Stein bis zum Seher.
Da gibt es kein Geheimnis an sich, es gibt nur die Uneingeweihten aller Grade."
oder:
Ludwig Keller (1849-1915), Auszug aus seinem 1911 preisgekrönten Buch „Die geistigen Grundlagen der Freimaurerei und das öffentliche Leben".
„Nur dadurch, daß wir jeden guten Gedanken in uns aufnehmen, komme er, von wem er wolle, daß wir in unsern Gegnern nicht die Person, sondern nur die falschen Grundsätze hassen, und selbst während des hitzigen Kampfes die Versöhnung im Herzen tragen, dadurch, daß wir ohne allen Dünkel gerne anerkennen, daß auch der Bürger anderer Staaten glücklich sein könne, dadurch, daß wir niemals den göttlichen Funken der Ewigkeit in unserer Brust ersticken und nie das heilige Vertrauen zu jenem verlieren, der die Sterne lenkt - nur dadurch können wir dem Sonnenaufgang und der allgemeinen Wahrheit ruhig und gefaßt entgegensehen."
Was die Bilder von Jo Gattières betrifft, so hat er die Gabe über das, was beispielsweise ein Foto auszudrücken vermag , hinaus, bestimmte Wesenszüge einer Person herauszuarbeiten, ...daß dieser bestimmte Zug um den Mund, das Funkeln der Augen oder eben das typische, woran man gerade diesen Menschen erkennt, besonders hervortritt und dem Leser ins Auge fällt.
Ich finde diese Bilder sehr sprechend und ihre Kombination zu den ausgewählten Texten sehr gelungen.
Für mich ein besonders schönes, vielseitiges Buch über Freimaurerei
Beste Grüße
Kater
Ständig tut man es.
Jeder tut es.
Manchmal geht's fürchterlich daneben.
Ein Andermal ist es überaus erfolgreich.
Wir führen es nicht nur, "wir sind es", schreibt Hölderlin, und bietet damit einem Experten den Aufhänger zu einer interessanten Auseinandersetzung mit dem Thema.
Der Experte ist Prof. Dr. Otto Friedrich Bollnow und soweit ich weiß kein Freimaurer.
Allerdings wurden er und sein Werk durch die Freimaurer geehrt.
1980 erhielt er den KULTURPREIS der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland.
Prof. Dr. Bollnow hat viele Themen bearbeitet. Darunter fällt mir besonders eines auf, das schon immer Thema der Menschen und der Freimaurer gewesen ist.
Es ist das GESPRÄCH!
Zurück zu Hölderlins Zitat und der Deutung durch Herrn Bollnow.
" „Seit ein Gespräch wir sind und hören voneinander“.
Damit ist etwas Wesentliches getroffen. Hölderlin sagt nicht, daß wir in ein Gespräch eingetreten sind, so daß das Gespräch ein gewissermaßen zufälliger Ort unseres Verweilens wäre,
sondern er sagt, mit einer betont harten Wendung, daß „ein Gespräch wir sind“, daß wir also in unserm Sein durch das Gespräch-Sein bestimmt sind." *
Wir befinden uns hier mitten im Thema "Formen des Gesprächs" und erfahren mancherlei über:
Aussprache zweier Parteien
Besprechung
Verhandlung
und die Unterschiede zwischen den einzelnen Gesprächsformen.
Hierzu ein paar Textproben um das Interesse zu wecken:
"Ganz anders ist die Offenheit dessen, was im Gespräch gesagt wird. Es gewinnt an jeder unerwarteten Wendung, die der andre ihm gibt, dem bereichernden Beispiel, dem neuen Gesichtspunkt, dem Einwand, erst seine eigentliche Produktivität.
Wo dagegen eine Äußerung als etwas Festes und Abgeschlossenes hingestellt ist, schon sprachlich in der Form des Apodiktischen, mit einem hörbaren Punkt endend, da ist das Gespräch zu Ende.
Man kann sich nur noch damit abfinden.
Das hat in bestimmten Lagen seine bestimmte, notwendige Funktion. Das ist nämlich die des Urteils.
Ein solches gibt es nicht nur im juristischen Bereich, sondern überall, wo jemand in einer strittigen Sache, befugt oder unbefugt, beispielsweise auch bei einer ärztlichen Diagnose,
sein Urteil fällt, seinen „Spruch“ tut. Mit diesem Urteilsspruch ist dann die Sache entschieden.
Darüber kann nicht mehr gesprochen werden.
Schwierig aber wird es, wo jemand im Gespräch mit der Form seines Sprechens sich die Rolle des Urteilenden anmaßt.
Die apodiktisch hingestellte Behauptung erstickt sogleich jedes weitere Gespräch.
Das zeigt sich schon in der Fügung des einfachsten Gesprächs, ist aber von sehr weittragender Bedeutung.
Wer nicht mehr „mit sich reden läßt“, ist aus der Gemeinsamkeit herausgetreten.
Er kann den andern nur noch zu seiner Meinung bekehren oder ihn vernichten oder, wo es nicht möglich ist, achtlos stehen lassen." *
...
"Die Funktion der Aussprache ist zunächst die einer kritischen Reinigung.
Dazu muß sie in die Tiefe dringen. Sie muß mit unerbittlicher
Klarheit allen vordergründigen Schein, alle Ausreden und Entschuldigungen beiseite schieben, um an den Kern der Schwierigkeiten heranzukommen.
Dazu ist eine grenzenlose Offenheit erforderlich, und zwar auf Seiten dessen, der sich aussprechen will und der nichts verbergen [506/507] darf, was gegen ihn sprechen könnte, als auch auf Seiten dessen, an den er sich wendet und der nichts aus falscher Rücksichtnahme übergehen darf.
Eine solche Aussprache ist zunächst einmal Kritik, und sie kann diese Aufgabe nur erfüllen, wenn sie in aller Härte die Schwierigkeiten und die Fehler und auch die vorhandene Schuld freilegt.
Erst auf diesem Boden kann sie dann in einer zweiten Phase mit Rat und Hilfe bei dem, was zu tun ist, aufbauen.
Hinzu kommt aber ein zweites: Das ist das verstehende Aufnehmen des Gesprochenen durch den Hörenden.
Denn eine Aussprache ist kein Verhör und darf auch in zugespitzten Situationen nicht dazu entarten.
Der Zuhörende ist nicht Richter, sondern Helfer. Die rückhaltlose Offenheit, in der allein die Aussprache zum Erfolg führen kann, muß freiwillig geboten werden.
Der die Aussprache Annehmende darf zwar auf diese Vorbedingung des Erfolgs hinweisen, also die Offenheit fordern, aber niemals darf er dem andern mit List oder Künsten der Entlarvung etwas abringen, was er nicht freiwillig hergibt.
Die Aussprache bewegt sich in einer Atmosphäre des Vertrauens.
Wo dieses zerbricht, sind die Grenzen der Aussprache überschritten. Das Gespräch kann nur noch abgebrochen werden."*
"Darum ist bei aller Entschiedenheit, mit der die eigene Auffassung vertreten wird, das Gelten-Lassen auch der fremden Meinung die unerläßliche Voraussetzung eines solchen Gesprächs.
Wo einer für seine eigene Meinung unbedingte Gültigkeit beansprucht, da muß das Gespräch notwendig abbrechen.
Da gibt es nichts mehr zu besprechen. Da gilt nur noch das nackte Bekenntnis, dem nichts mehr hinzuzufügen ist.
Das ist der Fall, wo das Absolute in Gestalt letzter Überzeugung im Menschen durchbricht.
Das wird dann auch der Mitunterredende in aller Bescheidenheit
zur Kenntnis nehmen müssen, es respektieren, auch wo er selber nicht mitgehen kann.
Und der Bekennende selber wird ebenso bescheiden auf ein Durchsetzen des von ihm als wahr Erkannten verzichten.
Die große Gefahr entsteht da, wo er diese Bescheidung nicht aufbringt und den andern mit Gewalt „bekehren“ will.
Da entstehen die Formen des totalitären Anspruchs, der mit seinem Fanatismus jede Gemeinsamkeit zerstört.
Das sind im großen die Gefahren des totalitären Denkens,
aber es liegt in der Natur des ersten Gesprächs, daß auch in ihm solche Situationen eintreten. Es sind die eigentlichen Krisensituationen, in denen die Kommunikation zerbrechen kann. Darum kommt es darauf an, hier wieder einzulenken, wenn man im Eifer zu weit gegangen ist.
Solche Gespräche sind in der Regel nur unter Freunden möglich, aber auch zwischen fremden Menschen kann, wenn ein glücklicher Zufall sie zusammenführt, unerwartet und beglückend ein solches Gespräch entstehen.
Die Seele löst sich in diesen Gesprächen, und die Tiefen des Lebens tun sich auf....."*
An wie viele Gespräche ich mich doch erinnere, wenn ich diese Zeilen lese.
....Und wie viele Gespräche hätte ich nicht gerne ganz anders geführt, als sie leider verlaufen sind.
Und dann finde ich plötzlich etwas, daß ich immer in der Loge vermutet habe .
Das Thema: Erziehung zum Gespräch.
Diese Schrift wurde wohl auch einmal in der " Bruderschaft" veröffentlicht.
Heute kann man sie und auch die anderen von mir angeführten Schriften im Internet auf einer extra eingerichteten Seite ( die berühmten 3 Buchstaben) und dann otto-friedrich-bollnow ( u.s.w ) lesen.
( Die mit dem * gekennzeichneten Zitate wurden der hier angegebenen Internet Seite entnommen.)
Mich interessieren diese Themen sehr, aber das ist nicht das Einzige daß der Freimaurer oder Sucher bei der Beschäftigug mit Herrn Bollnow's Werk entdecken kann.
Es findet sich da auch :
"Die Lebensphilosphie F. H. Jacobis"
"Egon Friedell schreibt in seiner „Kulturgeschichte der Neuzeit "Bd. II. S. 334 (1929): „Jacobi ist heute nahezu vergessen, und doch gibt es kaum eine tröstlichere, menschlichere, ja man muß sagen: wahrere Philosophie als die seine." -Es ist das Verdienst des Verfassers, das Interesse an dieser Philosophie des Freimaurers und Freundes Goethes Friedrich Heinrich Jacobi wieder geweckt zu haben." Zitat Humanität 3/80 S.24
Ich freue mich schon darauf mehr über Heinrich Jacobi zu erfahren, bisher hatte ich mich nicht weiter mit Jacobi beschäftigt.
Aber diese Möglichkeit möchte ich doch gerne aufgreifen.
Beste Grüße
Kater
Hallo und guten Tag zusammen,
passend zu dem Thema würde mich interessieren, ob jemand das Buch "Freimaurer für Dummies" kennt und etwas dazu sagen kann. Bisher habe ich aus der "Für Dummies..."-Reihe eigentlich nur gute Bücher in der Hand gehabt. Hat vl. jemand dieses Buch gelesen und kann es empfehlen?
Das jüngste (2006) und teilweise aktuellste Buch über Freimaurer ist das Buch "Freimaurer - Aufklärung eines Mythos" von Tom Goeller. Kann ich sehr empfehlen. Blendend geschrieben und bestens recherchiert. Der Autor ist selbst Freimaurer. 240 Seiten.
Herzlich grüßt
Penta
1981 hielt der Kaufmann Wolfgang Wenng vor den Gästen seiner Loge einen Vortrag mit dem Thema " Freimaurerei , eine Philosophie der Menschlichkeit."
1987 erschien im Bauhütten-Verlag eine Informationsschrift für Interessierte und Sucher mit dem gleichen Tittel.
Ein kleines, leichtes Büchlein. Für die Westentasche wie gemacht.
Auf 57 Seiten (großer Druck) wird dem Leser ein erster Eindruck über die Freimaurerei gegeben.
"Inhalt
Freimaurer was sind das für Menschen?
Freimaurerei und ihre Geschichte
Freimaurerei ihre Ideen und Ziele
Leseprobe: Aus den Seiten 19 u. 20 Ideen u. Ziele
"Die Freimaurerei bedeutet deshalb auch nicht so sehr Persönlichkeitsentwicklung, sondern Persönlichkeitsfindung. Findung will zum Ausdruck bringen, daß wir selbst unseren Weg finden müssen, daß wir Entschlußkraft dazu brauchen.
Friedrich Nietzsche hat einmal gesagt: „Es gibt einen Weg, den niemand gehen kann außer dir. Frage nicht, wohin er führt, sondern gehe ihn." Hier wird das angesprochen, was die Freimaurerei als Individuation, als „Selbstfindung" bezeichnet. Beides, das Wort von Nietzsche und der freimaurerische Begriff, wollen ausdrücken, daß trotz der Milliardenzahl von Menschen jeder einzelne als einmalige, unverwechselbare Persönlichkeit angelegt ist, und daß es an ihm liegt, sich selbst freizulegen, so wie ein Bildhauer aus dem rohen Stein das Bildwerk freizulegen versteht. Es handelt sich um einen geistig-seelischen Prozeß, an dessen Gelingen jeder einzelne für sich entscheidend beteiligt sein muß.
So ist Freimaurerei im letzten und wesentlichen Sinn Persönlichkeitsfindung. Humanität, Toleranz, Wohltätigkeit und was immer sonst noch angestrebt wird, sind Resultate dieses Bemühens und der Findung des eigenen Ich. Am Anfang einer jeden freimaurerischen Arbeit steht das „Erkenne Dich selbst".
Freimaurerei Rituale und Symbole
Leseprobe: Aus den Seiten 22 u. 23 Rituale u. Symbole
"Das freimaurerische Ritual sagt dem Beteiligten, daß es noch etwas anderes gibt als Zahlen und Logik, etwas anderes als Erwerb und Konkurrenz, etwas anderes als den Kampf um die Existenz, als Sorgen und Plagen. Ein Ritual erschließt sich natürlich nur dem, der bereit ist, es zu erleben. Es zeigt sich gewissermaßen als ein Gefäß für einen Inhalt, der über alle Länder, alle Völker und alle Zeiten hinweggetragen wurde und auch weitergetragen werden soll. Es gibt kaum einen Gedanken, der sich mit dem Menschen schlechthin, dem Woher, Wozu und Wohin menschlichen Lebens befaßt, der nicht in einem Freimaurer-Ritual zu finden ist.
Die Freimaurerei nennt diese Arbeit auch eine königliche Kunst. Kunst setzt als wesentliches Merkmal die freie Wahl voraus. Sie verlangt schöpferische Phantasie, einen hohen Gemütswert; sie verlangt das Schaffen aus der Notwendigkeit eines eigenen freien Willens heraus. So will die Freimaurerei eine Kunst sein, die durch ihre Symbolik dem Menschen hilft, sich selbst zu finden. Während des rituellen Ablaufs erhält der einzelne metaphysische Aufschlüsse. Die strengen, überlieferten Formen, die Musik und das gesprochene Wort führen zu einem Gemeinschaftserlebnis, wie es intensiver kaum bei anderen ethisch-humanitären Verbindungen erlebt werden kann."
Leseprobe: Seite 28 Rituale u. Symbole
"Die wohl am ärgsten mißverstandenen Symbole der Freimaurerei sind Sarg und Totenkopf; sie sind jedoch zugleich am leichtesten verständlich. Da es eine unabdingbare Tatsache ist, daß wir Menschen sterblich sind, weisen diese Symbole auf unsere Vergänglichkeit hin. Die Freimaurerei fuhrt deshalb für jeden einzelnen das ritualmäßige Erlebnis des eigenen Todes in symbolhafter Darstellung herbei. Das ist der Ansatzpunkt zu einem Umbruch im Leben, weil allein das Bewußtsein der Unausweichlichkeit des eigenen Todes andere Maßstäbe für alles Denken und Handeln setzen kann. Hat der Mensch erst einmal zutiefst erfahren, daß im Tod alle irdischen Schätze, alle Macht, aller Ehrgeiz wertlos sind, dann sieht er sich plötzlich vor die Frage gestellt, wer er, der einzelne, denn eigentlich ist, was seinem Leben höchsten Wert und letzten Sinn geben kann."
Freimaurerei und Logenarbeit
Freimaurerei und Lehrinhalt
Freimaurerei und Humanität
Freimaurerei und Caritas
Freimaurerei und Kirchen
Freimaurerei und die Frau
Freimaurerei und Gesellschaft"
Leseprobe: Seite 55 Freimaurerei und Gesellschaft
"In unserer Zeit ist eine solche Stätte der Besinnung und Begegnung nötig. Mehr Menschen als früher beginnen wieder nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Eine Antwort — sicher eine unter vielen — gibt die Freimaurerei. Schon Horaz sagte: „Lebensglück setzt Lebenskunst voraus." Die freimaurerische Philosophie des Menschlichen ist eine solche Kunst, eine königliche Kunst, eine Kunst, die Lebensglück begründen kann."
Nicht Daten und Fakten stehen im Vordergrund, sondern "innere Prozesse", seelisches Erleben sowie die Möglichkeit zur Veränderung.
Ich habe diese Schrift gerne gelesen.
Beste Grüße
Kater
Ich weiss nicht ob es noch aktuell ist, aber für andere die einen tipp haben wollen und dieser beitrag durchlesen:
Freimaurer in 60 minuten, Thiele verlag, ISBN978-3-85179-081-8
Kurz und bündig!
Omnia mutantur, nos et mutamur in illis.
Ja, genau, was hisman gelesen hat, habe ich auch gelesen und kann ich nur empfehlen!
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